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Sting: The Last Ship in der Seine Musicale

Eine außergewöhnliche Mission für Panthea

In nur zwei Wochen hat Panthea es geschafft, die Übertitel für das Musical „The Last Ship“ von Sting zu entwickeln, das vom 18. Februar bis zum 8. März, in La Seine Musicale in Paris aufgeführt wurde. Newcastle-Dialekt, nautischer Fachjargon und hohe technische Anforderungen – Manon Bertrand, Übersetzerin und Übertitlerin bei Panthea, schildert uns ihre Erfahrungen in diesem einzigartigen und herausfordernden Projekt.

Die Übersetzung eines Werkes bringt zahlreiche Herausforderungen mit sich – sehr zur Freude der Übersetzerin oder des Übersetzers, die dabei ihr Können unter Beweis stellen können. Wenn es noch dazu um ein Musical in Newcastle-Englisch geht, geschrieben von Sting, bekommt die Aufgabe eine ganz neue Dimension. The Last Ship ist geprägt von Fachvokabular aus der maritimen Welt sowie dialektalen und umgangssprachlichen Ausdrucksweisen.

Ein unvergessliches Projekt und eine besondere Begegnung

„Was für eine Ehre, für einen solchen Künstler zu arbeiten! Ich habe seine Musik immer gehört, sowohl mit The Police als auch solo. Dennoch kannte ich weder sein Album The Last Ship, noch dessen Adaption als Theaterstück (2014) und die spätere Musical-Version. Ich habe also jedes Lied beim Übersetzen entdeckt. Wie bei jedem Projekt habe ich mich voll und ganz hineingestürzt, doch erst beim Betreten der Seine Musicale wurde mir die Dimension dieser Produktion bewusst: ein riesiger Saal, ein beeindruckend realistisches Bühnenbild, geschäftiges Treiben auf der Bühne mit etwa dreißig Künstler*innen … eine Show auf Broadway-Niveau. Und mittendrin: meine französischen Übertitel.

Das englische Produktionsteam schien mit dem Ergebnis zufrieden zu sein – so sehr, dass es schließlich auch Sting zu Ohren kam. Daher hatte ich das große Privileg, ihn persönlich zu treffen. Seine Freundlichkeit und Bescheidenheit haben mich tief beeindruckt. Ihm einfach nur Hallo zu sagen, wäre schon unglaublich gewesen, aber dass er mich in den Arm nahm und mir für meine Arbeit dankte (die er tatsächlich gelesen hatte), fühlte sich an wie ein Moment außerhalb von Raum und Zeit. Welche Anerkennung könnte schöner sein, als die des Meisters selbst? Ein Panthea-Auftrag, der zu den prägendsten gehört, die ich je erleben durfte.“ — Manon Bertrand, Übertitlerin bei Panthea.

Wir wollen an dieser Stelle nicht unerwähnt lassen, dass die Produktion für die Übertitel auf die LED-Lösung von Panthea [Supertitles Out Of the Box] gesetzt hat.

Kopfzeilenbild: The Last Ship | Sting | 2026 | ©Mark Senior