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Lorenzaccio: Ein Musterbeispiel für Barrierefreiheit

Dank des panthea.live-Systems ist „Lorenzaccio“ für blinde, sehbehinderte, taube und schwerhörige Menschen zugänglich.

Barrierefreiheit von Beginn an mitgedacht und ausgelegt auf Nachhaltigkeit

Als Intendant des Théâtre du Nord in Lille, Frankreich, hat David Bobée Barrierefreiheit zur künstlerischen Priorität gemacht. Für seine Inszenierung von „Lorenzaccio“, bei der Barrierefreiheit von Anfang an mitgedacht wurde, besetzte Bobée einen gehörlosen Schauspieler, der Gebärdensprache spricht, in der Rolle des Pierre Strozzi.
Das Team von Panthea unterstützte das Théâtre du Nord bei der Implementierung des panthea.live-Systems, stattete das Theater mit Datenbrillen aus und entwickelte barrierefreie Inhalte für das Publikum. Taube und schwerhörige Zuschauer*innen konnten zwischen beschreibenden Übertiteln und einer Verdolmetschung in französische Gebärdensprache wählen, die beide auf den Datenbrillen angezeigt wurden, während für blinde und sehbehinderte Zuschauer*innen eine Audiodeskription über Kopfhörer verfügbar war.

Positives Feedback vom Publikum und spannende Pläne für die Zukunft

Nach 15 ausverkauften Vorstellungen, darunter fünf mit panthea.live, wird die Theatergruppe hinter „Lorenzaccio“ in der kommenden Spielzeit auf eine landesweite Tournee gehen und die Inszenierung in zahlreichen Theatern Frankreichs zeigen. Mit im Gepäck eine aufregende Neuigkeit: Zum ersten Mal wird eine Theatercompany mit dem panthea.live-System reisen und es systematisch an jedem Spielort einsetzen.
Das bedeutet, dass die Barrierefreiheit nicht mehr von der technischen Ausstattung des jeweiligen Theaters abhängt. Stattdessen sind die Tools zur Barrierefreiheit ein fester Bestandteil der Inszenierung, werden zusammen mit Bühnenbild und Requisiten transportiert und gewährleisten inklusive Aufführungen, wo immer das Stück aufgeführt wird.
Kopfzeilenbild : Lorenzaccio | David Bobée | 2026 | ©Federic Lovino